Über UNESCO Mensch & Biosphäre
Die Maasheggen ist ein Unesco-Biosphärenreservat - und nicht, wie oft angenommen, eine Unesco-Welterbestätte. Während es bei einer Unesco-Welterbestätte vor allem darum geht, das Vorhandene zu bewahren, oft über Jahrhunderte hinweg, ermutigt das Unesco-Programm "Mensch und Biosphäre" die Bewohner eines Gebietes, den Schutz von Natur und Landschaft innovativ mit der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung des eigenen Lebensumfeldes zu verbinden.
Der Unesco-Status ist kein Selbstzweck, sondern ein Mittel zur Stärkung und Erweiterung der Zusammenarbeit in De Maasheggen. Er trägt dazu bei, alle Beteiligten zusammenzubringen und das Gebiet gemeinsam zu entwickeln und zu verschönern.
Alle zehn Jahre prüft das internationale Unesco-Komitee, ob ein Gebiet noch die Voraussetzungen für den Unesco-Status erfüllt.
Globales Netzwerk
Weltweit gibt es 759 Human- und Biosphärengebiete in 136 Ländern (Stand 2024). Diese Gebiete sind Testgebiete für nachhaltige Entwicklung.
Lange Zeit war Maasheggen das einzige Mensch & Biosphäre-Gebiet in den Niederlanden. Im Juli 2024 hat die Unesco auch KempenBroek als Mensch & Biosphäre-Gebiet anerkannt. KempenBroek liegt teilweise in den Niederlanden und teilweise in Belgien. Für Belgien ist es das erste Biosphärengebiet, für die Niederlande das zweite.
Grundsätze
Das UNESCO-Programm "Mensch und Biosphäre" überträgt die Grundsätze der nachhaltigen Entwicklung auf einen lokalen Kontext und verbindet Wissenschaft, Gesellschaft und Politik. Lokale Regierungen, Einwohner, Unternehmen, Schulen, Wissenseinrichtungen und Nichtregierungsorganisationen tragen alle zu den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung bei, die 2015 von den Vereinten Nationen verabschiedet wurden.
Mehr über UNESCO-Biosphärenreservate auf der niederländischen UNESCO-Website sowie auf der internationalen UNESCO-Website.
Zonierung
Die nebenstehende Karte gibt einen Einblick in die aktuelle Abgrenzung und Zonierung des Unesco-Biosphärenreservats De Maasheggen.
In einem Unesco-Biosphärengebiet gibt es Zonen, die unterschiedliche Nutzungs- und Schutzmöglichkeiten für das Gebiet darstellen.
Die Kernzone (rot) ist ein Schutzgebiet für die Erhaltung der biologischen Vielfalt, der Ökosysteme und der genetischen Vielfalt.
Die Pufferzone (gelb) umgibt die Kernzonen und erlaubt Aktivitäten, die dem ökologischen Management entsprechen.
Die Übergangszone (blau), die äußere Zone, ist ein Gebiet für nachhaltige Entwicklung, in dem wirtschaftliche und soziale Aktivitäten unter Berücksichtigung der Natur stattfinden.












